Archaeologie Reisen

Paläontologie und Archäologie

Dezember 20th, 2012 Posted in Allgemein

Spuren von Dinosauriern und Fossilien

Dinosaurier-ForschungWas wir heute über Dinosaurier wissen, das haben Forscher zuvor mit der Hilfe von Fossilien herausgefunden. Fossilien sind Versteinerungen, die viel über früheres Leben zum Ausdruck bringen können und darum sehr wichtig für die Geschichte unserer Erde sind. Zu ihnen gehören nicht nur Knochenfunde, sondern auch Haut- und Gewebeabdrücke. Sogar uralte Fußspuren werden als Fossilen gewertet. Sie fallen in eine besondere Unterkategorie mit Namen Spurenfossilien. Durch ihre Funde weiß man heute, das Dinosaurier auf allen 7 Kontinenten gelebt haben. Sie bevölkerten quasi unsere ganze Erde. Fossilien können nur dann entstehen, wenn der Verwesungsprozess eines Tieres ausgeblieben ist. Das passiert beispielsweise, wenn sich kein Aasfresser an ihm zu schaffen macht, wenig Sauerstoff, oder viel Salz zugegen ist. Darum bleiben Fossilien in salzhaltigen Meeren besser erhalten, als anderswo. Lebewesen, die zu Fossilien werden verwesen also nicht. Sie werden von Bodensätzen, sogenannten Sedimenten bedeckt und versteinern. Nicht selten wurden Spuren von Dinosauriern oder Fossilien von Hobby-Archäologen entdeckt, die auf einer Archäologie-Reise eigentlich auf der Suche nach etwas ganz anderem waren.

Paläontologie – Dinosaurier-Forschung ist keine Archäologie

Viele Menschen glauben, dass die Forschung an Fossilien zum Gebiet der Archäologie gehört. Dieser Glaube ist verständlich, aber nicht ganz richtig. Die Archäologie beschäftigt sich ausschließlich mit dem Menschen und seinen Hinterlassenschaften. Auch sie stellt Forschungen an und führt Grabungen durch, trotzdem beschäftigt sie sich nicht mit Dinosauriern, welche in den Zuständigkeitsbereich der Paläontologie fallen. Der Name der Paläontologie setzt sich aus 2 Teilen zusammen: Einem griechischen Wort für „seien“ und der auf Forschung hinweisenden Endung -logie. Als Paläontologie wird die Wissenschaft von den Lebewesen vergangener Zeiten bezeichnet. Ihr Begründer war der von 1769 bis 1832 lebende Naturforscher Georges Cuvier aus Frankreich.

Die Bayrische Staatssammlung für Paläontologie und Geologie in München

Funde der Paläontologie sind oftmals auch für Archäologie-Interessierte eine Reise wert. In Bayerns Hauptstadt München befindet sich eines der besten Paläontologie Museen Deutschlands. Die bayrische Staatssammlung für Paläontologie und Geologie hat hier einen Bereich eröffnet, der interessierten Besuchern viele sehenswerte Schätze der Forschung präsentiert. Von der Entwicklung unserer Erde, über das Leben auf ihr, bis hin zu echten Fossilienfunden aus vielen verschiedenen Zeitabschnitten. Einmal im Monat, immer am ersten Sonntag, finden umfangreiche Museumsführungen durch einen Vertreter des Wissenschaftsteams statt. Das Programm richtig sich an Personen aller Altersklassen. Im Museum befinden sich unter Anderem Multimedia- und Verkaufsbereiche. Regelmäßig gibt es auch ein Kinderquiz. Die Bayrische Staatssammlung für Paläontologie und Geologie öffnet Montags bis Donnerstags von 08:00 Uhr bis 16:00 Uhr und immer Freitags von 8:00 Uhr bis 14:00 Uhr.

Bildquellenangabe: Dieter Schütz  / pixelio.de

Archäologie-Reise nach Moskau

November 13th, 2012 Posted in Allgemein

Archäologie und Sehenswürdigkeiten in Moskau

Nowodewitschi-KlosterEin interessantes, spannendes und beeindruckendes Reiseziel für jeden, der sich für die Archäologie begeistert, bietet Russlands Hauptstadt Moskau. Bereits seit 1990 gehören der Kreml und der Rote Platz zum UNESCO Weltkulturerbe. Acht große Fernbahnhöfe, drei Flughäfen und drei Binnenhäfen bilden einen internationalen Verkehrsknotenpunkt, die Anreise kann per PKW, Bus, Bahn, Flugzeug oder auch mit dem Schiff erfolgen. Da selbst in heißen Sommermonaten wie Juli und August die Temperaturen selten über 24 Grad steigen, gilt Moskau auch als angenehmes Urlaubsziel im Sommer. Und die Stadt bietet jedem Hobby-Archäologen eine Vielzahl hervorragender Museen! Besonders sehenswert ist das Puschkin-Museum für Bildende Kunst, die Tretjakow-Galerie im Stadtteil Samoskworetschje, das Borodino-Panorama-Museum und natürlich das Staatliche Historische Museum direkt am Roten Platz. Wenn Sie sich für die Geschichte von Peter dem Großen oder Iwan dem Schrecklichen interessieren, dürfen Sie einen Besuch im Nowodewitschi-Kloster am rechten Moskwa-Ufer nicht auslassen! Entstanden zum Ende des 17. Jahrhunderts zählt es bis heute zu den Besten und schönsten Klostern im ganzen Land. Ganz in der Nähe findet sich der Nowodewitschi-Ehrenfriedhof, auf dem viele Berühmtheiten ihre letzte Ruhe gefunden haben.

Moskau – spannend für Archäologie- und Familienurlaub

Zu sehen gibt es in Moskau eine Menge, und zwar nicht nur für Archäologen, sondern auch für die ganze Familie! Kombinieren Sie doch Ihre Archäologie-Reise mit einem unterhaltsamen Familienurlaub, denn in Moskau kommt garantiert jeder auf seine Kosten! Besuchen Sie die herrliche Basilius-Kathedrale oder das Bolschoi-Theater, bummeln Sie durch die Einkaufszentren GUM oder Ochotny Ryad, schießen Sie beeindruckende Fotos am Roten Platz. Kinder freuen sich über einen Besuch im Moskauer Zoo, aber auch das Museum für Archäologie hat für Besucher jeden Alters viele spannende Überraschungen parat. Unzählige wunderschöne Bauwerke aus der Vergangenheit und der Gegenwart, Denkmäler prominenter Schriftsteller, Staatsmänner und besonderer historischer Ereignisse, für Moskau sollten Sie nicht nur ein verlängertes Wochenende einplanen.

Archäologie und Wellness kombinieren

Nicht nur die Sehenswürdigkeiten, auch die vielen Hotels in Moskau haben eine Menge zu bieten! Nicht weit vom Museum für Archäologie findet sich ein großes Hotel mit 300 Zimmern, das einen beeindruckend schönen Ausblick über die Stadt bietet. Für die Hotelbesucher stehen Fitnessstudio, Shoppinganlage und ein großer Wellnessbereich zur Verfügung. Das Frühstück ist reichhaltig und lässt keine Wünsche offen. Auch kleinere, günstigere Hotels findet man rund um das Museum für Archäologie in zentraler Lage. Das preisgekrönte Hotel direkt am Wasser mit luxuriösem Spa und einer tollen Bar auf der großen Dachterrasse ist wieder ein Hotel der gehobenen Preisklasse, doch wer es sich leisten kann, wird hier zum fairen Preis verwöhnt und umsorgt. Die Zimmer sind riesig, der Preis allerdings auch. 450 Euro pro Zimmer pro Nacht ist sicher ein außergewöhnlicher Preis, kann bei Bedarf aber von bis zu drei Personen genutzt werden. Direkt im historischen Zentrum gelegen ist es ideal, um auch am Abend einen Bummel durch das Stadtzentrum zu unternehmen oder eine Aufführung im Bolschoi-Theater zu genießen. Moskau heißt jeden Gast herzlich willkommen.

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Archäologie Reise nach Marrakesch

Oktober 14th, 2012 Posted in Allgemein

Archäologisch interessante Sehenswürdigkeiten in Marrakesch

MarrakeschMarrakesch ist nicht nur bekannt als Perle des Südens oder Märchen des Orients, die Stadt im Südwesten Marokkos hat eine interessante Geschichte und archäologisch eine Menge zu bieten. Seit der Gründung der Stadt im Jahre 1070 wurden in Marrakesch zahlreiche architektonisch bedeutsame Bauwerke errichtet, die heute noch gern besichtigt werden. Als eine der interessantesten Sehenswürdigkeiten ist der Platz Djemaa el Fna bekannt, wo heute orientalische Künstler als Geschichtenerzähler oder Schlangenbeschwörer die Besucher begeistern. Vor vielen Jahren war die Djemaa el Fna großer Marktplatz und Ort von Hinrichtungen, heute gleicht der Platz einer riesigen Freilichtbühne.

Moscheen und Paläste für Archäologie-Reisende

Nicht weit entfernt kann man die Koutoubia-Moschee besichtigen, die das architektonische Wahrzeichen von Marrakesch bildet. Das 77 Meter hohe Minarett und der herrliche Park um die Moschee herum sind ein ruhiger Ausflugsort mitten in der lebendigen Stadt. In der Nähe der Kasbah Moschee befinden sich die Saadiergräber, das Mausoleum einer alten Dynastie mit beeindruckenden Mosaiken und Stuckwerken. Für Hobby-Archäologen interessant ider der El-Badi-Palast aus dem 16. Jahrhundert, der zur Zeit der Saadier-Dynastie erbaut wurde. Die Reste des einst prunkvollen Gebäudes und die gewaltigen Mauern können heute noch besichtigt werden. Wenn Sie sich für archäologische und historische Artefakte oder Dokumente begeistern, sollten sie das Marrakesch-Museum besuchen.

Abenteuerlicher Einkaufsbummel durch Marrakeschs Gassen

Schon ein einfacher Einkaufsbummel durch Marrakesch ist aufregend! Bummeln Sie vom Djemaa el Fna ins Labyrinth der Gassen des Basars, mitten hinein in die Souks. Kleine Verkaufsstände, große Geschäfte, eifrige Handwerker in Werkstätten, dazu unzählige Tee- und Kaffeesalons laden zum Besuch ein. Und wenn Sie wirklich etwas kaufen möchten, müssen Sie unbedingt handeln! Das ist hier vollkommen normal, und allerhöchstens die Hälfte des geforderten Verkaufspreises sollten Sie dabei zuerst bieten. Marrakesch scheint die Stadt aus einem orientalischen Märchen zu sein, überall entdeckt man farbenprächtige Kleider und Gewänder, pompösen Schmuck und duftende Gewürze, die nur der Orient zu bieten hat.

Archäologie und erholsamen Urlaub in Marrakesch verbinden

Selbst im Oktober kann es in Marrakesch noch richtig heiß zugehen, die Temperaturen erreichen dann auch mal die 30 Grad Grenze. Wie gut, dass es in Marrakesch den Oasiria Water Park gibt, ein riesiges Spaßbad für Gäste jeden Alters. Am einfachsten kommen Sie mit dem kostenlosen Shuttle-Bus dorthin, nahe der Koutoubia-Moschee können Sie einsteigen. Oder Sie fahren mit dem Taxi, in diesem Fall müssen Sie den Fahrpreis unbedingt vorher aushandeln, ansonsten drohen böse Überraschungen. Das gilt natürlich für alle Touren, ob zum Spaßbad, zu den Menara-Gärten oder zur Medersa Ben Youssef, der traditionellen Koranschule, die für die Öffentlichkeit zur Besichtigung geöffnet ist. Um wieder zum Ausgangspunkt zurück zu kommen, fragen Sie einfach nach „La Place“, denn den nächsten Weg zum Djemaa el Fna kennt hier jedes Kind.

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Archäologie-Reisen – Auf den Spuren der Vergangenheit

September 26th, 2012 Posted in Allgemein

Abenteuerlich und informativ – Archäologie-Reisen

Archäologie-ReisenZwar ist eine Archäologie-Reise nicht ganz so aufregend wie im Film „Indiana Jones“, aber es gibt immer eine Menge zu entdecken. Zum Beispiel über das antike Troja oder die Pyramiden in Ägypten, vielleicht auch über die Varusschlacht, alles spektakuläre Entdeckungen, die noch heute sehr geheimnisvoll sind. Längst nicht alles ist erforscht und gefunden, es gibt immer neue Rätsel für Wissenschaftler und Archäologen. Um dabei zu sein, wenn in Ägypten neue Gräber entdeckt werden, können interessierte Leute eine Archäologie-Reise buchen und schauen dann dem Archäologen bei der Arbeit zu. Viel Zeit verbringen Archäologen übrigens damit, nach Spuren zu schauen, indem sie Scherben und selbst kleinste Funde genau unter die Lupe nehmen. Viele Dinge haben eine große Geschichte zu erzählen, daher wird ein großes Verantwortungsgefühl im Umgang mit den Objekten erwartet, dazu eine ordentliche Portion Durchhaltevermögen. Natürlich kommt auch der Spaß dabei nicht zu kurz, denn die Arbeit im Freien macht Freude und ist immer wieder spannend.

Die Grabkammern in Ägypten – archäologischer Genuss

Auch heute noch suchen Forscher und Archäologen in Ägypten nach Grabkammern. Als vor vier Jahren bei Grabungen mehr als 30 Mumien in der Totenstadt Sakkara entdeckt wurden, handelte es sich tatsächlich um vollkommen unberührte Grabkammern, die bis dahin niemand betreten hatte. In einer großen Gruft wurden acht Sarkophage entdeckt, viele weitere Mumien befanden sich in dunklen Wandnischen. Der Mann in einem der Särge aus Holz war hier vor etwa 2500 Jahren bestattet worden. Geheimnisvoll und spannend, wenn man direkt vor Ort einen Blick in die Grabkammern werfen darf. Leider werden häufig Grabkammern gefunden, die Grabräuber bereits geplündert haben. Für Archäologie-Reisende ist aber allein schon der Anblick der gespenstisch wirkenden Sarkophage ein echtes Abenteuer. Übrigens sind hier nicht nur mumifizierte Menschen, sondern auch ein mumifizierter Hund entdeckt worden. In der Totenstadt von Sakkara haben die Menschen bereits vom 3. Jahrtausend v. Chr. Könige und höhergestellte Beamte bestattet. Jede Grabkammer hat ihre Geschichte, und von dieser erfährt man auf der Archäologie-Reise eine Menge.

Archäologie-Reise ins Land der Pharaonen

Ob Sie sich nun einer Archäologen-Gruppe anschließen oder einen Erlebnisurlaub in Ägypten planen, im Land der Pharaonen gibt es beeindruckendes zu entdecken. Prächtige Tempelanlagen entlang des Nils, aufregende Tage in Kairo oder ein Blick auf die Weltwunder der Antike, Ägypten gilt als magisches Urlaubsziel für jeden Hobby-Archäologen. Besuchen Sie das Ägyptische Museum, das schon 1902 erbaut wurde, und entdecken Sie hier mehr als 150.000 Ausstellungsstücke. Viele Grabbeilagen der Pharaonen, unter Anderem des berühmten Pharaos Tutachamun mit der goldenen Maske, kennt man in der ganzen Welt. Und wenn man diese auch schon oft im Fernsehen gesehen hat, es ist ein atemberaubendes Erlebnis, wenn man diese im Original hautnah erleben kann!

Bildquellenangabe: Dieter Schütz  / pixelio.de

Portugal – Urlaub voller Historik und Archäologie

August 23rd, 2012 Posted in Allgemein

Reisen zu archäologisch interessanten Orten Portugals

Portos

Portos Altstadt

Immer mehr Menschen interessieren sich für die Archäologie, kein Wunder also, dass viele Hobby-Archäologen auch im Urlaub gern auf Schatzsuche gehen. Ob die Suche nach antiken Broschen mittels einer Metallsonde oder der Besuch einer internationalen Ausgrabungsstätte, dabei zu sein, wenn kleine und große Fundstücke entdeckt werden, ist abenteuerlich und aufregend. Heute haben sich einige Reiseveranstalter genau darauf spezialisiert: Sie bieten Archäologie-Reisen an, bei der man an einer professionellen Grabung teilnehmen oder einfach zuschauen kann. Gleichzeitig erfährt man Einzelheiten zum Fundstück, zum Beispiel den historischen Zusammenhang, was die Lage eines Gegenstandes bedeuten kann und wie man Bodenverfärbungen oder andere Auffälligkeiten deutet und präzise erfasst. Archäologie ist allerdings kein Hobby wie die Modelleisenbahn oder das Fische fangen. Und reich macht es auch nicht, denn wird tatsächlich etwas Wertvolles gefunden, gehört es keineswegs dem Finder.

Archäologie Reise an den Atlantischen Ozean

Für jeden Archäologen sind historische Städte ein echter Anziehungspunkt, so auch die portugiesische Stadt „Porto“, die zweitgrößte Stadt Portugals. In der westlichen Hälfte des Landes in unmittelbarer Nähe am Atlantischen Ozean gelegen liegt Porto an der Mündung des Flusses Duero. Schon im Mittelalter galt Porto als wichtige Handelsstadt, besonders für die Seefahrt. Die vielen Touristen hier in Porto kommen nicht allein wegen des Atlantiks hierher, sondern sind in den meisten Fällen an den historischen Bauwerken interessiert, die jeden Hobby-Archäologen begeistern. Die Altstadt liegt direkt am Hang des Flusses, terrassenartig angelegt führen zahlreiche kleine und recht enge Gassen durch sie hindurch. Bereits seit 1996 zählt die historische Altstadt Portos zum UNESCO-Weltkulturerbe. Ein sehr beliebtes Bauwerk vergangener Zeit ist die alte Kathedrale der Stadt, die schon im 12. Jahrhundert erbaut wurde. Der Kreuzgang wurde zweihundert Jahre später hinzu gefügt, und zeichnet sich von der Kathedrale durch eine völlig andere Bauweise ab. Die Kathedrale selbst im im romanischen Stil gebaut, der Kreuzgang schon im Gotischen, und im 18. Jahrhundert wurde die Fassade erneuert, was man im Stil des Barocks bewundern kann. Ein Zeuge der wirtschaftlichen Macht der Stadt ist der 1844 erbaute „Palácio da Bolsa“, der Börsenpalast, im Zentrum von Porto ist das Almeida-Garrett-Denkmal aus dem Jahr 1954 zu sehen, das an den Schriftsteller Almeida Garrett erinnert, der 1799 hier in Porto das Licht der Welt erblickte.

Beliebtes Reiseziel für Hobby-Archäologen: Lissabon

Sehr beliebt bei geschichtlich Interessierten ist die portugiesische Hauptstadt, Lissabon. Vor vielen Jahren stachen hier die großen Schiffe in See, um unerforschtes Land zu entdecken, heute kommen die Menschen hierher, um die 1200 v.Chr. Gegründete Stadt zu besichtigen. In ganz Portugal gibt es sehr viele Kirchen und Klöster zu entdecken, die schönsten davon hier in Lissabon. Prachtvolle Kathedralen zeugen von der Tradition des katholischen Landes. Doch auch die Profanbauten der Monarchen, Schlösser und historische Gebäude sind sehr begehrte Sehenswürdigkeiten für jeden, der sich für Archäologie oder Geschichte interessiert. Besonders dort, wo viele Cafés und Restaurants zu finden sind, kann man mit den Menschen ins Gespräch kommen und viel über Land und Leute erfahren. Und ganz nebenbei können Sie die Spezialitäten Portugals probieren, zum Beispiel Stockfisch und Tintenfisch.

Bildquellenangabe: Rosel Eckstein  / pixelio.de

Archäologie-Reise nach Spanien

Juli 25th, 2012 Posted in Allgemein

Steinartefakte und Keramik am Cau de les Guilles

Girona

Girona

Etwa 30 Kilometer von der Grenze nach Frankreich und 60 Kilometer von Girona liegt Roses, eine sehr beliebte Küstenstadt und Reiseziel vieler Urlauber. Doch hier kann man nicht nur einen traumhaft schönen Badeurlaub verbringen und Segeln gehen, die Stadt ist auch für Archäologie-Fans äußerst interessant. Zwischen beeindruckenden Gneisblöcken am Hang der Alberes-Gebirgskette, ganz im Osten der Pyrenäen, liegt der Cau de les Guilles, ein großzügiger Bereich mit herrlichem Ausblick auf die Bucht von Roses und die Flussebenen von Muga und Manól. Seit etwa Ende der 60er Jahre finden hier in Zusammenarbeit mit Universitäten Ausgrabungen statt. Keramik aus der Bronzezeit und verschiedene Steinartefakte wie Kratzer, Bohrer und Rückenmesser wurden hier gefunden, Zeugen einer Zeit, die mehr als 10.000 Jahre zurück liegt: die Steinzeit. Die spanische Stadt Roses engagiert sich seit langem für die Archäologie und ist beliebtes Ziel für viele Studenten, aber auch historisch Interessierte.

Fundstücke aus der Steinzeit

Die Epoche, in der Menschen Steine als Werkzeug benutzten, kennen wir heute als Steinzeit, die von heute gerechnet vor 2,6 Millionen Jahren begann und vor 4000 Jahren endete. Unterteilt ist die Steinzeit in die Altsteinzeit, von 2,6 Millionen Jahren bis 11500 Jahre vor heute, die Mittelsteinzeit bis 7500 Jahre vor unserer Zeit, und die Jungsteinzeit bis 4000 Jahre vor heute. Fundstücke aus Stein, die am Cau de les Guilles in Spanien gefunden wurden, stammen wahrscheinlich aus der Mittelsteinzeit und wurden zum Bearbeiten von Materialien, aber auch zur Jagd benutzt. Steinwerkzeuge aus der Steinzeit sehen auf den ersten Blick oft recht unscheinbar aus, der Experte erkennt jedoch schnell, dass es sich hier um stumme Zeugen einer längst vergangenen, aufregenden Zeit handelt.

Archäologie Reise an die Costa Brava

Roses liegt als ursprünglich griechische Siedlung mitten an der Costa Brava, idyllisch zwischen dem Gebirge und tiefblauem Meer. Ob im nahe gelegenen Naturpark, an felsigen Klippen oder traumhaft schönen Stränden und Buchten, Roses hat seinen Gästen viel zu bieten, von verschiedenen Wassersportarten über Wellness bis hin zu historischen Bauwerken wie der Zitadelle. Als militärische Festung auf Anordnung des Kaisers Karl V. Gebaut diente die Zitadelle zur sicheren Abwehr der Angriffe von Piraten und Korsen. Aus der gleichen Zeit, dem 16. Jahrhundert, stammt auch Burg Trinitat auf der Anhöhe Punta de la Poncella, deren Grundriss die Form eines fünfzackigen Sterns hat. Nicht weit davon steht der Leuchtturm von Roses. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Pfarrkirche Santa Maria und Casa Mallol mit beeindruckend verzierten Decken und schmiedeeisernen Objekten. Roses bietet seinen Gästen eine Mischung aus Klippen und Buchten, klares Wasser und Sandstrand, dazwischen luxuriöse Siedlungen, Restaurants, Bars und Sonnenterrassen, dazu archäologisch historische Bauwerke, zu denen auch eine westgotische Burg aus dem 7. Jahrhundert zählt. In Roses an der Costa Brava können Sie einen unvergesslichen Urlaub verbringen, der abwechslungsreicher kaum zu finden ist.

Bildquellenangabe: Reinhold G.  / pixelio.de

Reiseziele für Archäologie-Interessierte

Juni 20th, 2012 Posted in Allgemein

Das LWL Museum für Archäologie in Herne

Historische BibelMeine letzte Archäologie Reise führte mich in den Ruhrpott, nach Herne im nördlichen Ruhrgebiet. Hier gibt es ein großes Museum für Archäologie: Das LWL-Museum, das ich mir natürlich einmal genauer ansehen musste. Das besondere am LWL Museum ist, dass sich alle seine Ausstellungsräume unter der Erde befinden. Für den Besucher ist das wirklich eindrucksvoll, denn in den unterirdischen Gängen und Hallen herrscht eine geheimnisvolle Atmosphäre vor, die einen direkt zugänglicher macht für die großen Entdeckungen der Archäologie. Spezialisiert hat sich das LWL Museum für Archäologie in Herne übrigens auf die Geschichte der Menschen aus dieser Region. Aber keine Sorge, man muss nicht von hier stammen, um gut unterhalten zu werden. Das Museum bietet Wissenswertes Rund um das Thema Archäologie des Ruhrgebiets in für Jedermann ansprechend präsentierter Art und Weise.

Faszinierende Ausstellungsstücke & Räume

Zu den Attraktionen des Museums gehören zahlreiche super interessante Ausstellungsstücke, aber auch die möglichst realitätsnahe Darbietung verschiedenster menschlicher Lebensräume vergangener Zeiten. Zum Beispiel können Besucher eine mittelalterliche Stadt durchlaufen und so ein Gespür dafür entwickeln, wie die Menschen zu dieser zeit gelebt haben müssen. Immer dabei: Viele mehr oder weniger kostbare Relikte, als Zeugen längst vergangener Tage. Eine spannende Angelegenheit für alle großen und kleinen Entdecker sowie Hobby-Archäologen! Wer sich nichts entgehen lassen möchte, dem empfehle ich die Teilnahme an einer der täglich durchgeführten Führungen. Die machen nicht nur Spaß, sondern sind auch im höchsten Maße lehrreich.

Informative und unterhaltsame Führungen

Ich selbst habe mich natürlich auch für eine der Museumsführungen angemeldet und bin darüber auch im Nachhinein noch sehr froh, denn jetzt weiß ich, dass ich alles gesehen und absolut nichts von all den archäologischen Funden verpasst habe. Hier im Herner LWL Museum ist Führung nicht gleich Führung, das muss ich dazu sagen. Es gibt eine Vielzahl von ganz verschiedenen Führungen: Führungen für Kinder und Schulklassen gehören da selbstverständlich genau so zum Angebot, wie auch solche für Erwachsene und Betriebsausflügler. Darüber hinaus existieren auch Führungen, die sich ausschließlich auf bestimmte Bereiche des Museums konzentrieren, sich also um ein einzelnes Thema drehen. Im Museum selbst wurde mir erzählt, dass es den Mitarbeitern hier sehr wichtig ist, dass alle Gäste rundum gut unterhalten und informiert sind. Eine Führung gleicht daher niemals einem einfachen Vortrag, sondern viel mehr einer interaktiven Unterhaltung mehrerer von Archäologie begeisterter Menschen.

Bildquellenangabe: Dieter Schütz  / pixelio.de

Rom – Archäologie und Reise

Mai 9th, 2012 Posted in Allgemein

Historisches Touristenmagnet – Rom

PetersdomEgal ob im Frühling, Sommer, Herbst oder Winter, ein Urlaub in der Ewigen Stadt Rom lohnt immer, ob man sich nun für Archäologie, monumentale Bauwerke oder Shopping interessiert. Besonders der Vatikan ist für die Deutschen noch interessanter geworden, seit die Welt einen deutschen Papst hat! Eine Besuch im Vatikan mit Besichtigung des Petersdoms ist daher unbedingt Pflicht. Wollen Sie den feierlichen Segen des Papstes erleben, müssen Sie sich allerdings mindestens zwei Wochen vor Ostern anmelden, sonst werden Sie „Urbi et Orbi“ nicht live erleben. Der Vatikan ist aber nicht nur ein interessantes Ziel, wenn man Christ ist, sondern bietet auch Archäologie- und Kunstinteressierten eine Vielzahl an wahren Schätzen. Der Petersdom gilt als monumentales Bauwerk, hier müssen Sie nicht einmal Eintritt bezahlen, der Besuch ist kostenlos. Von Gästen, die bis in die Kuppel steigen möchten, wird aber Eintritt verlangt und Geduld: Man steht in einer langen Schlange, bis es dann schließlich endlich hinauf geht. Auch das Museum ist kostenpflichtig, doch es lohnt sich! Allein die herrliche goldene Pracht an der Decke der Galleria delle Carte und Fresken mit Landkarten an den Wänden ist schon beeindruckend, atemberaubend kann man dann in der Sixtinischen Kapelle nur noch staunen. Aufwändig restauriert ist sie zum berühmten Kleinod geworden, allein die Malereien von Michelangelo lassen den Betrachter entzückt seufzen. Nehmen Sie sich Zeit, die Kunstschätze zu besichtigen, viele Wandgemälde von Sandro Botticelli und Pietro Perugino sind zu bewundern. Wenn Sie auch noch das etruskische und das ägyptische Museum besuchen möchten, benötigen Sie einige Stunden!

Rom – Stadt mit großer Geschichte

Rom hat so viel Geschichte wie kaum eine andere Metropole auf der Welt. Wenn Sie sich für die Archäologie interessieren, nehmen Sie unbedingt an einer Führung teil und bestaunen Sie die Überreste des antiken Imperiums mit Colosseum und Forum Romanum. Nur so erfahren Sie Details über Ausgrabungen und Architektur. Um alle Sehenswürdigkeiten zu erleben, buchen Sie am besten eine Stadtrundfahrt. Ganz bequem entdecken Sie dann im Doppeldecker Bus die Sehenswürdigkeiten Roms in zwei Stunden, vollkommen ohne Stress für nur 15 Euro pro Person. Es werden einige Haltepunkte geboten, an denen Sie aussteigen dürfen, was sich auf jeden Fall lohnt. Doch konzentrieren Sie sich nicht nur auf ein reichhaltiges Besichtigungsprogramm, sondern nehmen Sie sich auch Zeit, den besonderen Charme der Stadt kennen zu lernen und zu genießen. Das geht am besten zu Fuß von einem Hotel nahe der Via Veneto aus. Ehe Sie sich versehen, sind Sie schon am Piazza Venezia, Piazza Farnese oder Piazza della Rotonda vor dem berühmten Pantheon mit Brunnen und Obelisken. Jetzt heißt es, gemütlich einen Kaffee trinken, Touristen anschauen oder einen italienischen Snack genießen. Rom hat auch kulinarisch viel zu bieten, und eine Shopping-Tour ist hier ein Besuch im Paradies! Flanieren Sie ins Zentrum, rund um die Piazza di Spagna bekommen Sie die aktuelle Mode zu sehen und günstige Accessoires zu kaufen.

Bildquellenangabe: Luise Pfefferkorn  / pixelio.de

Weltkulturerbe – Toledo in Spanien

April 21st, 2012 Posted in Allgemein

Toledo – Stadt der drei Kulturen

Kathedrale von ToledoBeeindruckend hohe Mauern, prächtige Kirchen und historische Stadttore, wer Toledo besucht, der versteht schnell, warum die spanische Stadt einst Sitz der Könige war und heute von einigen Millionen Touristen besucht wird. Seit mehr als zweitausend Jahren ist Toledo das Zuhause unterschiedlicher Völker gewesen, schon seit 1986 gehört die Stadt zum Weltkulturerbe der UNESCO. Noch heute kennt man Toledo als die Stadt der drei Kulturen, denn hier lebten viele hundert Jahre Christen, Juden und Araber in Frieden miteinander als Nachbarn. Und wie in früheren Zeiten kann man in Toledo auf Entdeckungsreise gehen, überall findet man noch die unterschiedlichen Stadtviertel mit mehr als 70 Kirchen und 19 Klöstern, die alle noch aktiv und voller Leben sind.

Paradies für Archäologie Fans

Wer sich für vergangene Kulturen und die Archäologie interessiert, für den ist Toledo ein echtes Kultur Dorado. Besucher der Stadt sind schon von den sehr engen kleinen Gassen fasziniert, die für die Einwohner eher lästig sind. Kaum ein Müllwagen oder Notarzt kann hier problemlos durch fahren! Zwar ziehen die Gassen die Touristen magisch an, doch ältere Einwohner oder Autofahrer haben mit den engen Straßen viele Probleme, auch jüngere Menschen wohnen hier nicht gern. Dagegen ist die Stadt für jeden Touristen abwechslungsreich und voller Eindrücke. Toledo bietet seinen Gästen eine geheimnisvolle und beschauliche Historie, an die viele Bauwerke und Museen erinnern. Die touristische Infrastruktur der Stadt ist bis heute stetig gewachsen, an vielen Straßen gibt es Souvenir Läden, in denen man neben alltäglichen Andenken sogar Schwerter und Zubehör für den Ritter kaufen kann.

Sehenswürdigkeiten in Toledo

Wenn Sie möglichst viel sehen möchten, dann besorgen Sie sich unbedingt einen aktuellen Stadtplan an einer Touristeninformation. Damit können Sie Ihren Rundgang durch Toledo gut koordinieren. Empfehlenswerte Sehenswürdigkeiten sind auf jeden Fall Alcazar und die Kathedrale Toledos, beide Bauwerke haben eine große Geschichte. Der Alcazar ist der höchste Punkt der Stadt und liegt in der Nähe der Plaza Zocodover, die schon in früheren Zeiten der Mittelpunkt der Stadt war. Hier fanden neben Versammlungen und Märkten auch die Hinrichtungen statt, alles vor den Augen der Bewohner. Der Alcazar wurde im 16. Jahrhundert gebaut, damals war in ihm eine Kriegsschule aktiv, heute zeigt er den Touristen Uniformen und eine riesige Waffensammlung. Die Kathedrale, zweitwichtigste gotische Kirche Spaniens, findet man östlich der Plaza de Ayuntamiento, die nach dem Rathaus Toledos benannt wurde. Sie wurde in den frühen Jahren von 1227 bis 1493 erbaut, und wenn man die wertvolle und großzügige Gestaltung der Kathedrale sieht, kann man die lange Bauzeit sogar nachvollziehen. Mit 110 Metern ist die Kathedrale mit ihren fünf Kirchenschiffen lang. Links vom Haupttor wurden vor vielen Jahren die Armen mit Spenden versorgt, daher stammt der Name Milchbrottor, Puerta de Mollete. In der Kathedrale selbst sind herrliche Gemälde zu bewundern, besonders in der alten Sakristei. Hier haben berühmte Maler wie Van Dyck, El Greco und Francisco de Goya verschiedene biblische Szenen abgebildet.

Bildquellenangabe: Helga  / pixelio.de

Thermalbäder in Budapest

März 9th, 2012 Posted in Allgemein

Archäologie und Erholung in Budapest

BudapestAls europäische Hauptstadt hat Budapest Touristen, Erholungssuchenden und Archäologie Interessierten eine Menge zu bieten. Ein Besuch im Budapester Historischen Museum wird jeden Archäologen begeistern, und auch die historischen Thermalbäder der Stadt beeindrucken auf ihre ganz besondere Weise. Wer sich gerne im warmen und gesunden Wasser erholt und dabei zugleich stilvoll entspannen möchte ist wohl in Budapest mehr als sehr gut aufgehoben. In der ungarischen Hauptstadt sprudelt aus mehr als 120 heißen Quellen jeden Tag über 30.000 Kubikmeter besonders mineralstoffreiches Wasser. Dieses Wasser versorgt hier 21 Bäder mit seiner besonders hohen Qualität, wovon 10 Bäder, also gut die Hälfte, Heilbäder sind. Viele dieser Thermal- sowie Dampfbäder wurden in der Übergangszeit vom 19. Zum 20. Jahrhundert restauriert und sind häufig wahre, architektonische Sehenswürdigkeiten, die jeden Fan der Archäologie begeistern wird.

Geschichte der Thermalbäder

Die entspannende und der Gesundheit wohltuende Wirkung des mineralreichen Wassers dieser heißen Quellen nutzten bereits die Römer um 200 nach Christi Geburt. Damals hieß Budapest das römische Aquincum und hatte bereits 14 Thermen welche die römischen Bürger für Entspannung und Erholung nutzten. Mit dem Untergang des römischen Reiches gingen auch die Thermalbäder verloren. Erst zwischen dem 16. Und dem 17. Jahrhundert wurden unter der Besetzung der Türken hier wieder Thermalbäder eröffnet und genutzt, das können Archäologie Interessierte sich gern in Ausstellungen ansehen. Anfang des 20. Jahrhunderts erlebten die Bäder einen wahren Höhepunkt und wurden zu monumentalen Repräsentativ-Bauten errichtet.

Gesellschaftliches

Die Thermalbäder Budapests sind bis heute von der orientalischen Badekultur geprägt und gelten daher auch als soziale Treffpunkte für die Menschen dort. Es kann also durchaus öfter vorkommen, dass Badegäste im Wasser eine Runde Schach spielen. Der Besuch im Bad hat hier etwa den gleichen Stellenwert wie bei uns zu Lande ein freundschaftliches Treffen in einem Café oder einer Kneipe. Die Thermalbäder in Budapest gehören zu den beliebtesten und wichtigsten Kurbädern ganz Europas. Dies liegt zum einen natürlich an dem besonders mineralstoffreichen und gesunden Wasser aus den vielen natürlichen Quellen dieses Ortes, aber auch nicht zuletzt an dem stilistischen und komfortablem Baustil. Besonders erwähnenswert ist hier zum Beispiel das Gellért-Bad, welches komplett im Jugendstil erbaut wurde und seine Badegäste unter anderem mit majestätischen Hallen beeindruckt. Hier kann man umgeben von hohen, verzierten Säulen und lichten Glaskuppeln sein Bad in vollen Zügen genießen.

Baden im Thermalbad

In den modernsten Bädern in Budapest erhält der Badegast ein Armband mit einem Transponder. Dieser Transponder-Chip hat alle Daten gespeichert, zum Beispiel den zugeteilten Spinnt, in dem man seine Sachen lagern kann, die bezahlten Zusatzbereiche und er registriert auch die Länge der genutzten Badezeit. In einigen Bädern ist im Schwimmbereich das Tragen einer Badekappe Pflicht. In den ausschließlichen Thermalbädern, die nur der Entspannung und Erholung dienen sollen, ist das Plantschen und Schwimmen unerwünscht. In den reinen Thermalbädern ist es in Budapest üblich, dass die Badegäste nach Geschlechtern getrennt die Bereiche nutzen und auch normale Badekleidung wird nicht gern gesehen. Stattdessen tragen die Badegäste eine Art Lendenschurz für den Schambereich oder auch mal gar nichts.

Beispiele bedeutender Bäder in Budapest

Rudas-Bad

Das Rudas-Bad wurde um 1550 begründet und stetig weiter ausgebaut. Es befindet sich direkt an der Donau am Rande des Berges Gellért und ist heute ein großer Komplex mit mehreren verschiedenen Bereichen. So besitzt es unter anderem ein Dampfbad, ein Hallenschwimmbad, eine Physiotherapieabteilung mit Bewegungs- und Wannenbäder im Heilwasser, und eine Fachärztliche Betreuung zur Rheumatologie. Den Mittelpunkt des Rudas-Bad bildet das 1566 umgebaute Thermalbad, welches sich noch heute nahezu im Originalzustand aus dieser Zeit befindet. Von acht roten Marmorsäulen wird eine 10 Meter breite Kuppel als Dach über einem achteckigen, von 3 Quellen gespeisten Mittelbecken getragen. In dem großzügigen Raum befinden sich weitere, kleinere Becken mit verschieden temperiertem Wasser. Bis 2006 war dieses edle Bad ausschließlich Männern der gehobenen Schicht vorbehalten.

Király-Bad

Das Király-Bad wurde 1565 von den Türken gebaut. Im Gegensatz zu den anderen Bädern wird es nicht von einer natürlichen Wasserquelle gespeist, sondern erhält seine Wasserversorgung aus den Quellen des Lukács-Bades. Dies war eine strategische Maßnahme der Türken um im Falle einer feindlichen Belagerung innerhalb der eigenen Festungswälle dennoch ein Bad nutzen zu können. Während des zweiten Weltkrieges wurde das Bad schwer beschädigt und musste aufwendig wieder hergestellt werden. 1950 wurde es dann wiedereröffnet. Das Király-Bad ist immer abwechselnd an einem Tag nur für Männer und am darauf folgenden Tag nur für Frauen geöffnet. Heute bietet dieses Thermalbad auch zur Therapie der Bewegungs- und Verdauungsorgane Bewegungsbäder, Wannenbäder und Unterwasserstrahlmassagen mit Heilwasser an.

Gellert-Bad BudapestGellért-Bad

Das Gellért-Bad ist im Jugendstil erbaut und wohl das berühmteste Bad in ganz Budapest. Seine Quellen am Fuße des Berges Gellért wurden schon um 1300 nach Christus als so genanntes Hammam, also als türkisches Badehaus, genutzt. Das Bad in seiner heutigen Form wurde zusammen mit dem gleichnamigem Hotel 1918 neu eröffnet. 1927 wurde hier das weltweit erste Wellenbad eröffnet. Bei gutem Wetter kann das große Dach des inneren Hauptbeckens sogar geöffnet werden. Das großzügig angelegte Gellért-Bad bietet viele verschiedene Bereiche für Badegäste allen Alters an, so zum Beispiel das bereits genannte Wellenbad, ein Sprudelbad, ein Kinderbecken, Schwimmbecken, Thermal- und Dampfbäder, ein Bewegungsbad im Heilwasserbecken, ein Unterwasser-Traktionsbad, ein Kohlensäurebad, Unterwasser-Strahlmassage, Elektrotherapie und vieles mehr. Es ist eines der wichtigsten Kurbäder und für die Bereiche Rheumatologie und Pulmonologie wird eine fachärztliche Betreuung angeboten.

Széchenyi-Bad

Die Heißwasserquellen, welche dieses Bad speisen, wurden relativ spät, erst 1879 entdeckt. Es sind die tiefsten und auch heißesten Quellen in ganz Budapest. Das Wasser dieser Quellen hat eine Temperatur von erstaunlichen 75 Grad Celsius. Das Széchenyi-Bad ist bis heute eines der größten Badekomplexe in ganz Europa und wurde 2004 vollständig aber originalgetreu restauriert. Vom Baustil her erinnert die weitläufige Anlage eher an einen prunkvollen Palast und bietet unter anderem mit Saunen, Dampfbädern, Heißräumen, einem Strandbad, einer physiotherapeutischen Abteilung, ein Erlebnisbecken, Bewegungsbad mit Heilwasser und einiges mehr viel Abwechslung für jeden Besucher. Die Temperatur des Wassers der verschiedenen Becken schwankt dabei zwischen 16 und 40 Grad Celsius.

Alle diese Bäder in Budapest sind absolut sehenswert und durch ihre prunkvolle und stilvolle architektonische Bauweise für jeden, der sich für die Archäologie interessiert, äußerst beeindruckend. Wer sich gerne mal ein Bild von dieser Pracht des stilvollen Badens machen möchte sollte sich ruhig einmal Fotos dieser Bäder im Internet anschauen.

Bildquellenangabe: Helga  / Budapest / pixelio.de
Bildquellenangabe: Norbert Steinhaus  / Gellert-Bad / pixelio.de